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Anklage wegen Betrugs in Millionenhöhe mit nicht vorhandenen Kopiergeräten

Datum: 06.05.2015

Kurzbeschreibung: 

STAATSANWALTSCHAFT MANNHEIM
Pressereferent                                                                                                                                                        

  

PRESSEMITTEILUNG
(06.05.2015)
 

Anklage wegen Betrugs in Millionenhöhe mit nicht vorhandenen Kopiergeräten 

Die Staatsanwaltschaft hat gegen drei Geschäftsleute aus Südbaden wegen banden- und gewerbsmäßigen Betruges in 184 Fällen Anklage zur Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Mannheim erhoben. 

Gemäß gemeinsamen Tatplans soll der 55-jährige Angeschuldigte über seine Firma in Rheinfelden/Baden in den Jahren 2005 - 2009 nur auf dem Papier existierende Druck- und Kopiergeräte an die Firma des 59-jährigen Angeschuldigten und dessen 55-jähriger Ehefrau aus dem Raum Emmendingen verkauft haben. Diese ließen sich die angeblichen Käufe von zahlreichen Leasingfirmen (u. a. aus Mannheim, Karlsruhe, Stuttgart, Balingen, Ravensburg, Hamburg, Düsseldorf, Wuppertal) finanzieren. Die geschädigten Leasingfirmen zahlten somit den Kaufpreis für die Geräte von insgesamt 16 Mio. € direkt an die Firma in Rheinfelden. Der dortige Angeschuldigte soll nach Abzug seines Anteils von insgesamt 2 Mio. € die Gelder an die Angeschuldigten nahe Emmendingen weitergeleitet haben. Diese bedienten davon teilweise die Leasingraten in Höhe von insgesamt 6 Mio. €. 

Aufgrund einer Selbstanzeige des Angeschuldigten aus Emmendingen und dessen Insolvenzantragstellung endete das Betrugssystem. Die Ermittlungen für die Schwerpunktabteilung für Wirtschaftskriminalität der Staatsanwaltschaft Mannheim führte das Polizeipräsidium Freiburg. 

gez. Lintz
Erster Staatsanwalt

 


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