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Anklage wegen Betrugs mit nicht vorhandenen Forderungen - 67 Millionen Euro Schaden

Datum: 31.08.2016

Kurzbeschreibung: 

STAATSANWALTSCHAFT MANNHEIM
- Pressereferent -
 

PRESSEMITTEILUNG
(31.08.2016)

Anklage wegen Betrugs mit nicht vorhandenen Forderungen - 67 Millionen Euro Schaden  

Die Staatsanwaltschaft hat gegen drei Angeschuldigte wegen banden- und gewerbsmäßigen Betruges in 478 Fällen Anklage zur Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Mannheim erhoben.

Die drei ehemaligen Verantwortlichen bzw. Mitarbeiter der Firma Chips and More GmbH aus Freiburg sollen von April 2009 bis Juni 2013 nicht existierende Forderungen über den Verkauf von Speichermedien an ein großes Factoringunternehmen veräußert haben. Dieses Factoringunternehmen, das von der Werthaltigkeit der Forderungen ausging, zahlte insgesamt über 150 Mio. Euro an das Unternehmen der Angeschuldigten aus. Durch Verrechnung mit offenen Scheinforderungen wurde teilweise Vermögen an das Factoringunternehmen zurückgeführt, sodass ein tatsächlicher Schaden in Höhe von 67 Mio. Euro entstanden sein soll.

Aufgrund einer Selbstanzeige der Angeschuldigten endete das Betrugssystem. Die Firma Chips and More GmbH musste daraufhin Insolvenz anmelden. Soweit wegen Verdachts der Untreue gegen einen der Angeschuldigten ermittelt wurde, wurde das Verfahren im Hinblick auf die Anklageerhebung eingestellt. Die Ermittlungen für die Schwerpunktabteilung für Wirtschaftskriminalität der Staatsanwaltschaft Mannheim führte das Polizeipräsidium Freiburg. 

gez. Lintz
Erster Staatsanwalt



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