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Durchsuchungen und Festnahmen wegen des Verdachts von Straftaten im Zusammenhang mit illegaler Beschäftigung in der Baubranche

Datum: 15.02.2018

Die Staatsanwaltschaft Mannheim führt ein Ermittlungsverfahren gegen sieben Beschuldigte wegen Straftaten im Zusammenhang mit illegaler Beschäftigung. Zwei Tatverdächtige sind mit ihrer Firma in der Baubranche tätig und sollen unter Einsatz von sogenannten Scheinrechnungen Steuern hinterzogen, Sozialversicherungsbeiträge vorenthalten und Betrugstaten begangen haben. Weiterhin sollen sie illegal Arbeitnehmer an eine andere Firma überlassen haben. Einem Tatverdächtigen wird die Teilnahme an der illegalen Arbeitnehmerüberlassung zu Last gelegt. Die weiteren vier Beschuldigten sind verdächtig, Unterstützungsleistungen in Form der Herstellung von Kontakten und Beschaffung von sogenannten Abdeckrechnungen erbracht zu haben.

Am 07.02.2018 wurden im Rahmen einer bei dem Hauptzollamt Karlsruhe – Finanzkontrolle Schwarzarbeit Heidelberg – eingerichteten Ermittlungsgruppe in den Bundesländern Baden-Württemberg, Berlin, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz insgesamt 14 Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht. Beteiligt waren mehrere Staatsanwälte der Staatsanwaltschaft Mannheim sowie über 200 Einsatzkräfte der Hauptzollämter Karlsruhe, Berlin und Dortmund, der Zollfahndungsämter Stuttgart und Frankfurt sowie Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Mannheim. Es wurden umfangreiche Unterlagen in Papierform sowie elektronische Datenträger sichergestellt und zahlreiche Vernehmungen von Arbeitnehmern durchgeführt.

Zeitgleich zu den Durchsuchungen wurden zwei vom Amtsgericht Mannheim im Rahmen des Ermittlungsverfahrens erlassene Haftbefehle vollstreckt. Die beiden Beschuldigten befinden sich in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Mannheim und des Hauptzollamtes Karlsruhe dauern an.




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