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Ermittlungsverfahren nach fremdenfeindlicher Attacke in Schwetzingen eingestellt

Datum: 11.03.2015

Kurzbeschreibung: 

STAATSANWALTSCHAFT MANNHEIM
Pressereferent
 



PRESSEMITTEILUNG
(11.03.2015)

 Ermittlungsverfahren nach fremdenfeindlicher
Attacke in Schwetzingen eingestellt
 

Am 24. April letzten Jahres wurde ein damals 18 Jahre alter türkischstämmiger Mann in einer Schwetzinger Bahnunterführung von mehreren augenscheinlich der rechten Szene zuzurechnenden Männern ausländerfeindlich beschimpft, angegriffen, geschlagen und getreten. Das Opfer erlitt einen doppelten Kieferbruch und zahlreiche Hämatome, so dass es ins Krankenhaus eingeliefert und operiert werden musste. Zur Aufklärung der Tat wurde daraufhin beim Polizeipräsidium Mannheim eine spezielle Ermittlungsgruppe eingerichtet, die umfangreiche Recherchen durchführte. So wurden unter anderem zahlreiche Personen vernommen, verschiedene Videoaufzeichnungen aus der Umgebung ausgewertet, umfangreiches Spurenmaterial vom Tatort gesichert und analysiert, Tatortobservationen vorgenommen und Presseaufrufe getätigt. Trotz dieser sich über Monate erstreckenden aufwendigen Maßnahmen musste die Staatsanwaltschaft Mannheim die Ermittlungen jetzt einstellen.

Im Zuge der Nachforschungen hatte sich ein Verdacht gegen fünf junge Männer ergeben. Ergebnis war jedoch, dass sie als Täter ausschieden, so dass das betreffende Ermittlungsverfahren einzustellen war. Die Ermittlungen wurden anschließend gegen Unbekannt fortgesetzt, führten aber ebenfalls nicht zur Identifizierung der Verantwortlichen. Sollten sich künftig noch neue Erkenntnisse ergeben, wird das Verfahren wieder aufgenommen.

gez. Grossmann
Oberstaatsanwalt

 


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