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Keine Steuererklärungen abgegeben - Anklage gegen Autohändler erhoben

Datum: 03.11.2015

Kurzbeschreibung: 

STAATSANWALTSCHAFT MANNHEIM
Pressereferent

 

PRESSEMITTEILUNG
(03.11.2015)

Keine Steuererklärungen abgegeben - Anklage gegen Autohändler erhoben

Die Staatsanwaltschaft hat gegen den Inhaber eines Autohandels aus dem Raum Karlsruhe Anklage wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung in 14 Fällen zur Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Mannheim erhoben. 

Dem 68 Jahre alten Angeschuldigten wird vorgeworfen, von 2006 bis August 2012 gegenüber dem zuständigen Finanzamt für seinen Autohandel keine Umsatzsteuererklärung abgegeben und dadurch Steuern in Höhe von 5,57 Mio. Euro hinterzogen zu haben. 

Die Fahrzeuge soll der Beschuldigte steuerfrei im EU-Ausland gekauft haben. Die beim Verkauf im Inland an seine Kunden in den Rechnungen offen ausgewiesene Umsatzsteuer soll er jedoch nicht an das Finanzamt abgeführt haben. Die Kunden zahlten in der Regel nur den Netto-Kaufpreis direkt an den Verkäufer des Angeschuldigten. Je Verkauf soll der Angeschuldigte dafür eine Provision in Höhe von 200 bis 500 Euro erhalten haben. Durch die Rechnungen war es den Kunden zudem möglich, sich die Vorsteuer vom Finanzamt erstatten zu lassen und somit einen „Rabatt“ von 19 Prozent auf den Kaufpreis zu erhalten.

Bei den Kunden handelte es sich um insgesamt zwölf Autohändler u. a. aus dem Raum Baden-Baden, Lahr und Karlsruhe. 

gez. Lintz
Erster Staatsanwalt

 


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